Met Herstellung 3 - stark und golden
Nach fast einer Woche geduldigem Warten, wollte meine Hefe einfach nicht so recht in die Gänge kommen. Trotz reglemässigem Schwenken des Bierfässchens, zeigte die Gärglocke keine Blasenaktivität. Ich wusste, das war kein gutes Zeichen, denn wenn die Gärung nicht startet und sich kein Alkohol bildet, kann der Met schlecht werden. Und so sah ich mich gezwungen leider etwas getrocknete Weinhefe zuzusetzen. Zwar etwas schade, aber immer noch lieber als den Met zu diesem Zeitpunkt weg zu werfen.
Tipp: Beim ersten Versuch lohnt es sich etwas Weinhefe bereit zu halten. Das kann den Met retten, wenn der eigene Starter nicht funktioniert. Weinhefe gibt es in jedem Braugeschäft und Onlineshops.
Einen Tag nach dem Zusatz mit Weinhefe, startet die Gärung richtig durch. Die Blasenbildung ist perfekt und hält für zwei Wochen an. Ich lasse den Met gut vier Wochen ruhen, bevor ich ihn in ein neues Fass transferiere. Hier bleibt er nun für zwei bis drei Monate. In der Zeit kann sich die Hefe gut setzen und der Met sollte komplett klar werden - und das wird er dann auch:
Mit genug Zeit im Fass wird der Met klar.
Jetzt muss ich den Met nur noch in saubere Flaschen füllen und reifen lassen. Das ist wichtig, denn am Anfang ist der Geschmack…noch etwas kantig. Ja, ein erster Versuchs-Schluck muss sein. Stark ist er, dieser Met! Ein echter Herbsttrunk, der die ankommende Kälte vertreiben wird.
Slàinte Mhath!
Désirée