Rituale feiern

Ich bin ganz ehrlich – ich habe es nicht so mit dem ursprünglichen Rituale-Feiern. Das mag jetzt eigenartig klingen – ich erkläre euch gerne, wieso das so ist und was ich damit genau ausdrücken will.

Im Verlaufe der letzten 10 bis 15 Jahre habe ich viele Bücher über Rituale gelesen und vieles ausprobiert. Ich habe Blogs gelesen und Webseiten besucht – und darunter immer wieder auch «perlige» Berichte entdeckt. Doch meist werden Rituale beschrieben, die ihren Ursprung (vielleicht logischerweise) in der keltischen oder gar vorkeltischen Zeit finden. Und diese Rituale werden nach Hinweisen aus der damalige Zeit gefeiert. Es trifft sich beispielsweise eine Frauengruppe regelmässig, um Beltane, Mittsommer oder Allerheiligen mit einem Ritual zu feiern und hält dabei einen bestimmten Ablauf bei. Das finde ich wunderschön. Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich damit aber nicht identifizieren. Weshalb das so ist? Es fühlt sich für mich nicht integrierend an, und damit meine ich, integrierend in mein derzeitiges Leben, meinen Alltag, meine Lebensweise. 

Aus diesem Grund habe ich angefangen, meine eigenen alltäglichen Rituale zu kreieren. Ich habe beispielsweise gelernt, achtsamer mit meinen Gefühlen und mit meiner Wahrnehmung umzugehen. Räucherrituale benutze ich oft im Homeoffice. Nach einem anstrengenden Gespräch – oder besser noch davor – räuchere ich mit meinem Stövchen. Ich entscheide mich ganz spontan für die passenden Pflanzen, die mich unterstützen. Oder ich räuchere an einem Freitagabend, nach der Arbeit. Bewusst feiere ich für mich den Wechsel von der Arbeitswoche zum Wochenende.

Und ja – natürlich feiere auch ich an den wichtigen Eckpunkten des keltischen Kalenders. Nur mache ich dies zusammen mit einer Freundin vielleicht etwas anders als viele andere. Darüber berichte ich aber ein andermal.

Was hast du für persönliche Räucher-Ritual-Erfahrung?


Dein Kelten Rauch


Rituale feoern.jpg
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